Gemeinsam gegen Stromerzeugung durch Kernspaltung und Atommüll-Lagerung in Gorleben

Unter diesem Motto rufen Piratenpartei, DIE LINKE. und B’90/Grüne am kommenden Dienstag zu einer Mahnwache in Brandenburg an der Havel auf. Anlass für die Aktion sind die erneuten Castor-Transporte in das Zwischenlager südlich von Gorleben.
Es ist vollkommen unlogisch, dass Castoren quer durch Europa und Deutschland transportiert werden, wenn ein oberirdisches Zwischenlager in Gorleben genauso gut oder schlecht ist wie ein Zwischenlager direkt an der Wiederaufbereitungsanlage. Der Salzstock Gorleben-Rambow ist wie die Asse II von Wassereinbruch bedroht und somit kein geeignetes Endlager mit Mehrbarrierensystem. Im Havariefall würde nicht nur das Land Brandenburg verstrahlt.
»Mit der Aktion wollen wir unsere Mahnwachen in Brandenburg an der Havel aus dem Frühjahr 2011 wieder aufgreifen, welche zum Ausstieg aus dem Atomenergie-Ankauf der hiesigen Stadtwerke führten«, so Sven Weller, Kandidat der Piratenpartei bei der diesjährigen Oberbürgermeisterwahl in der Havelstadt Brandenburg. »Gemeinsam wollen wir deutlich machen, dass weder die Endlagerproblematik geklärt ist noch die Gefahr einer Katastrophe wie in Tschernobyl oder Fukushima mit einem Atomausstieg erst zum Jahr 2022 gebannt werden kann.«
Die Veranstalter fordern dazu auf, die Mahnwache zu besuchen und so ein Zeichen gegen die Stromerzeugung durch Kernspaltung, gegen die Atommüll-Lagerung in Gorleben und für die Fokussierung auf nachhaltig erneuerbare Energie zu setzen. Start ist am Dienstag, den 29.11.2011, um 18:00 Uhr an der Postsäule auf dem Neustädtischen Markt.

Kommentare

Ein Kommentar zu Gemeinsam gegen Stromerzeugung durch Kernspaltung und Atommüll-Lagerung in Gorleben

  1. Guten Tag, ich habe eine Frage: Warum zahlt der Steuerzahler für die Entsorgung von Atommüll der Atomkonzerne die Kosten ?

    Gemäß Artikel 191 (2) des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union (ex-Artikel 174 EGV) gilt folgendes:

    Zitat:

    (2)Die Umweltpolitik der Union zielt unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Gegebenheiten in den einzelnen Regionen der Union auf ein hohes Schutzniveau ab. Sie beruht auf den Grundsätzen der Vorsorge und Vorbeugung, auf dem Grundsatz, Umweltbeeinträchtigungen mit Vorrang an ihrem Ursprung zu bekämpfen, “ sowie auf dem Verursacherprinzip.“

    Zitatende

    Warum muss der Steuerzahler für die Kosten der Endlagerung von Atommüll aufkommen und nicht der Verursacher, wie es das Gemeinschaftsrecht fordert ?

    Danke für`s Antworten und/oder Weiterleiten sowie Freundliche Grüsse.

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