Schluss mit Musikkultur?

Das neu angedachte GEMA-Preismodell macht auch vor Brandenburg an der Havel nicht Halt.
Die PIRATEN im KV Brandenburg sprachen zunächst mit unterschiedlichen Betreibern von örtlichen Discotheken und die allgemeine Stimmung war überall dieselbe: Die GEMA wird hier hauptsächlich als unangenehmes Geldeintreibeunternehmen gesehen.
Bislang liegen noch keine Forderungen für größere Zahlungen vor, doch das Urteil von Brandenburgs größter und ältester Kultdisco (Discothek Manhattan) trifft die Musiklandschaft der Havelstadt hart: „Dann müssten wir von einem Tag auf den anderen dicht machen“.
Auch der Vorsitzende des Gewerbevereins, Michael Kilian, entgegnete der Presse mit dem Statement: „Kommt diese neue GEMA-Gebühr durch, dann werden Veranstaltungen wie das Havelfest in dieser Größe nicht mehr durchführbar sein.“
Kommt bald der kulturelle Super-GAU?
Gerade die Stadt Brandenburg an der Havel hat in den letzten Jahren mit der Abwanderung junger Menschen zu kämpfen. Insbesondere für Jugendliche muss ein stetiges und attraktives Freizeitangebot vorhanden sein, um ihnen Abwechslung im Alltag bieten zu können und die eigene Heimatstadt aktiv erlebbar zu machen.
Die Piratenpartei Brandenburg an der Havel lehnt daher die derzeit geplante Erhöhung der GEMA-Gebühren ab. Viel nötiger ist eine Reform des bestehenden Urheberrechts.
Zur Zeit werden auf openPetition Plattform Unterschriften gegen die geplante Gebührenerhöhung gesammelt. Der Petition könnt ihr unter folgendem Link eure Stimme geben: